veilchen - variante 3

M a i n

S p r u c h

Sagt, wo sind die Veilchen hin?
Die so freudig glänzten
Und der Blumen Königin
Ihren Weg bekränzten?

Johann Georg Jacobi

S o n s t i g e s

F r e i z e i t

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Tränen im Wind


Jetzt sitz ich hier, an meinem Schreibtisch, der Spätsommer nimmt uns wieder einen Tag. Die letzten Sonnenstrahlen dringen durch meine weißen Gardinen die im Wind durch mein Zimmer wehen. Eine Träne tropft auf das leere Papier das vor mir liegt und drauf wartet beschriftet zu werden. Der hellblaue Füller schwingt in meiner Hand hin und her und meine Gedanken sind nur bei einem Menschen. Bei dir... Was würde ich dafür geben wenn du jetzt vor mir stehen würdest und ich dir die Dinge sagen könnte die seid Jahren in mir brodeln? Was würde ich dafür geben wenn ich dich noch einmal in die Arme nehmen könnte und dir sagen könnte wie sehr ich dich Liebe? Aber du bist nicht hier, und wieder schwing ich den Stift hin und her. Allein gelassen von dem Menschen der mir am meisten bedeutete, verlassen von dem Menschen den ich jetzt hassen sollte.

Der Wind hört auf zu wehen, nur langsam erhebe ich mich aus meinem Stuhl und schau aus dem Fenster, das Meer glitzert im Sonnenuntergang. „Ich muss so viel an dich denken...“ würde ich schreiben. „Ich vermisse dich so sehr...“ Aber all diese Worte könnten nicht wiedergeben was ich fühle und denke. Trostlos verkrieche ich mich in meine Gedanken, die sich nur um dich drehen. Das Meer, so weit und groß...wie die Liebe zu dir.

 Inzwischen ist es Dunkel und das Meer rauscht in seiner schwärze mit dem Mond auf der Stirn durch die Nacht. Ich sehe mein Gesicht im Spiegel und erinnere mich an die Zeit wo wir ein eingespieltes Team waren. Niemand konnte uns trennen, niemand konnte uns besiegen. Ich lächele kurz auf, bei dem Gedanken.

Das Wasser strömt aus dem Wasserhahn, erschöpft versuche ich meine Tränen weg zu wischen. In meinem Gesicht spiegeln sich die letzten Jahre ohne dich wieder. Ungewiss ob du noch lebst setze ich mich auf mein Bett und hole ein kleines Büchlein aus meinem Nachtschrank. Bilder von früher, Bilder wo wir noch vereint waren. Bilder wo du mich in deinen Armen hältst als wir noch zusammen waren. Bilder wo wir zusammen lachten und glücklich waren. Plötzlich ereiche ich die Seite mit einem Umschlag, der Brief der da drinnen ist brachte mir die Nachricht. Die Nachricht die mir berichtete dass ich ab dem Tag allein wäre, ohne dich. Ich zieh ihn raus und lese ihn noch mal und noch mal durch, weil ich es immer noch nicht begreifen kann warum. Nach dieser Seite ist das Buch leer. Kurzer Zeit später lass ich mich in mein Bett fallen, neben mir ein altes Hemd von dir. Ich bilde mir ein es würde noch nach dir riechen, aber das ist nach den vielen Jahren unmöglich. Ich überlege weiter was ich dir schreiben könnte, vielleicht das ich bald wieder arbeiten werde, oder das ich viele Freunde habe die zu mir halten? Oder sollte ich dir davon erzählen, dass ich von den vielen Schicksalsschlägen stumm geworden bin, vielleicht auch davon, dass ich von meiner Pflegefamilie weggelaufen bin weil sie mich von innen kaputt machten. Ja, vielleicht sollte ich davon erzählen, wie ich seid zwei Jahren bei meinem Verlobten lebe und es mir sehr gut geht. Ich hab mich für eine par Wochen in unserem Strandhaus in Finnland nahe der Stadt Raahe zurückgezogen. Ja, das würde ich dir wahrscheinlich schreiben.

Müde schließe ich meine Augen und verabschiede mich von diesem Tag. Meine Träume sind voller Fragen ohne  Antworten. Ich sehe dein Gesicht langsam verschwinden, meine Träume bleiben immer wieder schwarz und Leer. Ich öffne meine Augen und merke das ich allein bin, auch mit meinem Verlobten fehlt mir der Mensch der mich beschützen sollte, der mich lieben sollte.

Der silbergraue Mond scheint durch das Fenster, der Wind hat wieder angefangen zu wehen und meine Gardinen lodern wieder in mein Zimmer rein. Das Meer schien auch zu schlafen, wie die ganze Welt sich schläft. Nur ich nicht, ich denk an dich und wünsch dir schöne Träume und vielleicht sitzt du auch im Bett und schaust dir dieselben Sterne an und denkst an mich. Mit diesem Gedanken schließe ich erneut meine Augen und schlafe mit der Hoffnung ein dich wieder zu sehen...

14.10.07 22:48


Meine Geschichten

In diesem Blog möchte ich meine Kurzgeschichten, Texte und Gedichte veröffentlichen. Natürlich hoffe ich auf viele Leser und deren Kritik^^ Ich habe mich niemals getraut diese Texte irgendwo reinzustellen, aber man sagte mir, ich solle mal was wagen und da mir das sehr wichtig ist, mache ich es einfach mal

 

 

14.10.07 21:58






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